Die ersten drei…

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…Projekttage fand ich nett – und auf flickr und pinterest könnt Ihr Euch die täglichen Skizzen anschauen – hier zeige ich sie sicher auch ab und an.

Euch wünsche ich ein wunderschönes Wochenende – in Berlin geht am Montag wieder die Schule los. Das ist gut und ungemütlich zugleich. Ungemütlich, denn schließlich ist es wunderbar, solange beim Frühstück zu sitzen und nach Herzenslust zu quatschen, planen, zusammen zu basteln und zu zeichnen wie man will.
Andererseits bleibt die revoluzZzionäre Arbeit dabei liegen… und der Topf der revoluzZzionären Kreativität sprudelt so langsam über.
Es soll ja nichts anbrennen :-)

Ein revoluzZzionäres Happy-New-Year-Tutorial für gute Vorsätze

Zwischen den Jahren ist es Zeit fürs Jahresresümee, Rückblicke, Gedanken an schöne Erinnerungen und eben auch an das, was man hätte Besser machen können… Aber haltet Euch bloß nicht mit verpassten Möglichkeiten auf und schaut stattdessen nach vorne.
Ich mache das mit gemischten Gefühlen, 2014 wird nochmal vieles entscheiden und vieles möglicherweise verändern und ich hoffe natürlich, dass ich am 30.12.2014 hier schreiben kann: Jetzt ist es gut!
Mit meinen Kindern zusammen habe ich überlegt, was wir uns für 2014 vornehmen wollen. Und natürlich fallen einem da alle möglichen Sachen ein – und als wir den wichtigste von allen Wünschen kürten, war es: Mehr gemeinsame Zeit!

Und weil man diese Vorsätze fürs Neue Jahr ja im Stress des Alltags allzu schnell vergißt, habe ich uns eine kleine Erinnerung gecraftet, die nun über unserem Küchentisch – unserem sozialen Lebensmittelpunkt – hängt und uns hoffentlich ganz oft daran erinnert, wie wertvoll gemeinsam verbrachte Zeit ist.
Ich bin gar kein großer Freund von Silvester und der Knallerei. Die meisten damit verbundenen Rituale sind mir fremd oder sprechen mich nicht an.
Aber einen alten tschechischen Brauch mag ich sehr gerne: Das Apfel-Orakel. Und deshalb gibt zum guten Vorsatz auf meinem Küchenbild einen aufgeschnittenen Apfel.
Das Apfel-Orakel geht ganz einfach: Man schneidet einen Apfel in der Mitte durch – aber nicht senkrecht wie üblich – sondern waagerecht. Und wenn dann das Kerngehäuse bzw. die Apfelkerne im Kerngehäuse einen Stern zeigen, dann wird es ein glückliches Jahr. Wenn das Kerngehäuse oder die Apfelkerne zueinander in einer Kreuzform stehen, dann ist das ein Zeichen für Unglück. Aber… das passiert praktisch nie :-) Und zur Sicherheit haben wir für diesen Unglücksfall genügend Weintrauben im Haus :-)

Was sind Eure Wünsche und Vorsätze fürs Neue Jahr?

Und hier das Tutorial für den guten Neujahrs-Vorsatz (ideal für Neujahr, wenn die Familie noch schläft und man endlich in Ruhe werkeln kann):

Ihr benötigt:
– festen Baumwollstoff als Unterlage, ideal hier sind schöne, alte Geschirrtücher (nicht olle, sondern feste alte Tücher vom Flohmarkt, aus Omas Wäscheschrank o.ä.)
– schöne, farbige Baumwollstoffe in Euren Lieblingsfarben
– Vliesofix
– Stickgarn
– Deko-Garn zum Aufhängen
– optional einen Holzstab (super geht hier ein alter hölzerner Laternenstab)
– optional Bommelborte oder Zickzacklitze

1. Ladet die Apfel-Vorlage herunter und druckt sie aus. Übertragt sie mit einem Bleistift aufs Vliesofix, legt dabei das Vliesofix mit der Klebenetzseite nach unten auf Eure ausgedruckte Grafik-Vorlage.

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2. Legt nun das Vliesofix mit der Klebenetzseite auf die Rückseite des von Euch gewählten Stoffes und bügelt es auf.

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3. Bereitet auf diese Weise alle zu applizierenden Teile vor und schneidet sie dann aus.

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4. Nun zumUnterlagen-Stoff: Ich habe aus einer alten weißen Tischdecke ein Rechteck mit der Größe 44 x 26 cm ausgeschnitten. Je nachdem, ob Ihr für die Apfel-Applikation kräftige Farben oder sogar einfarbige Stoffe oder Filze wähltet, sieht eine gemusterte Unterlage auch sehr schön aus. In meinem Fall würde eine gemusterte Unterlage allerdings zu unruhig wirken und die Applikationen sich zu wenig abheben.
Näht ringsherum einen Umschlag von ca. 0,5 –  0,7 cm.
Ich habe zur Stabilisierung einen Holzstab mit einem Durchmesser von 0,5 cm verwendet und habe deshalb an der oberen Kante statt eines Umschlags einen Tunnel von ca. 1,5 cm genäht. Wenn Ihr das auch möchtet, dann näht erst die Umschläge links, rechts und unten – und zum Schluß den Tunnel oben, damit dieser links und rechts offen ist und der Stab später eingeschoben werden kann.

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5. Für die weitere Bearbeitung den Stab wieder entfernen. Ich habe einmal ringsherum eine einfache rote Zickzacknaht als Dekoration aufgenäht – danach geht’s ans Sticken.

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6. Vielleicht seid Ihr ja so gut im Freihand-Sticken, dass Ihr ohne Vorlage gleich lossticken könnt.
Wenn nicht, müßt Ihr Euch eine Vorlage basteln, die spiegelverkehrt ist. Ich nehme dafür einfache Vlieseline und schreibe die Worte, die ich aufsticken möchte, auf die Seite, die zum Aufbügeln bestimmt ist.

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7. Wenn man die dann aufgebügelt hat, sind die Worte in Spiegelschrift und man kann sie mit dem leichten Rückstich (hier eine wirklich unübertreffliche Video-Anleitung ab Minute 3:17 – Fäden zählen müsst Ihr beim Schriftsticken aber nicht, sondern versucht einfach ähnlich lange Stiche zu machen, um ein gleichmäßiges Schriftbild zu erreichen) mit etwas Geduld nachsticken. Ich sticke unheimlich gerne mit dem Rückstich, weil er so einfach ist, dass es wenig Konzentration braucht und man Zeit zum Nachdenken hat – oder den Geschichten der Kinder zuzuhören – oder die Lieblingsmusik dabei genießen kann – oder ein spannendes Hörbuch…

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8. Wenn Ihr mit der Schrift fertig seid, könnt Ihr nun im Raum zwischen den beiden Schriftzügen die Apfeldetails, die Ihr mit Vliesofix vorbereitet habt, platzieren. Zieht danach das Transfer-Papier ab und bügelt die Applikationen auf. Dann näht Ihr sie nacheinander mit einem einfachen Geradstich fest. Ich habe hierfür schwarzes Garn verwendet, weil es der Grafik den Eindruck verleiht, als sei sie gezeichnet – Ihr könnt ebenso zu den Stofffarben passendes Garn verwenden, wenn Ihr unsicher seid, ob Ihr es schafft, die Nähte schön regelmäßig hinzubekommen.

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9. Nachdem alle Applikationen aufgenäht waren, habe ich an den unteren Rand noch eine leuchtend rote Bommelborte – passend zu den roten Apfelhälften – genäht.

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10. Schließlich noch den Holzstab auf die richtige Länge zurecht sägen (etwas kürzer als die Breite des Küchenbildes) und einschieben…

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… und schon ist sie fertig: Die schöne Erinnerung an Deinen/Euren wichtigsten und liebsten Wunsch fürs Neue Jahr!

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Lasst es Euch gut gehen! Feiert oder schlaft – ganz wie Ihr Euren Silvesterabend am liebsten verbringt! Und ich wünsche jedem von Euch mindestens einen schönen und fantastischen und wichtigen Wunsch oder Vorsatz für 2014!
Wir lesen uns wieder im nächsten Jahr :-)

 

 

 

4. Advent

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Wir wünschen Euch einen besinnlichen und schönen 4. Advent!
Bei uns hat in diesem Jahr Tomte Tummetott unseren Adventskranz bewacht und geschmückt – und jeden Sonntag erzählte er uns eine schöne Geschichte :-)

Und wer heute in Bastellaune ist – dem sei dieses revoluzZzionäre Weihnachtsstern-Tutorial empfohlen.

RevoluzZzionäre vegane Weihnachtsplätzchen

 

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Weihnachten ist das Fest der Düfte.
Duft nach Tannen, Orangen, Maronen, Zimt, Lebkuchen, Vanille und Nelken – und der Duft von frisch gebackenen Keksen.

Es gibt ja sooo viel köstliches Weihnachtsgebäck, aber wir mögen am liebsten ganz einfache Plätzchen.
Und die machen die Kinder ganz alleine.
Denn das geht ganz einfach!

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Zutaten:
– 450 g Mehl
(wir nehmen Dinkelmehl, man kann auch Weizen- oder Vollkornmehl verwenden. Von Roggenvollkornmehl würde ich abraten, aber wer’s geschmacklich mag, kann auch das nehmen)

– 2 gestrichene  TL Backpulver

– Ei-Ersatz für 2 Eier
(wir verwenden Reismehl: pro Ei= 1 TL Reismehl mit so viel Wasser verrühren, bis eine sämige Konsistenz entsteht. Super auch der NoEgg Ei-Ersatz)

– 150 g Zucker
(wir nehmen Rohrohrzucker, der gibt den Plätzchen einen sehr leckeren Geschmack, ich finde, er schmeckt etwas wie Kandiszucker)

– 2 Päckchen Vanillezucker oder selbstgemachter Vanillezucker aus einer Vanillieschote und Rohrohrzucker
(selbstgemachter Vanillezucker sollte vor der Verwendung einige Tage ziehen, damit das Vanille-Aroma schön im Zucker aufgenommen wird. Am Besten in einem alten Marmeladenglas mit Deckel ansetzen.)

– 200 g vegane Butter
(absolut unschlagbar: Alsan)

Für den Zuckerguß:
– der Saft einer halben Zitrone
– 1/2 Packung Puderzucker
– ein EL Wasser
– optional vegane Zuckerstreusel

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Alles zusammen in eine Schüssel geben und verkneten.
Oder mit einer Küchen- oder Backmaschine verkneten lassen. Ich habe dergleichen momentan leider nicht und arbeite stattdessen nach Edward Espe Browns Maxime: Man muss dem Teig mit seinen eigenen Händen begegnen :-)
Wenn Ihr eine Weile geknetet habt und Ihr findet den Teig zu trocken – denn es fehlt ja ein bisschen die Elastizität, die durchs Hühnerei gegeben wird – könnt Ihr das einfach durch etwas mehr vegane Butter ausgleichen.

Wirklich wichtig: Der Teig braucht seine Ruhe!
Eine halbe Stunde lang abgedeckt ruhen lassen,  danach lässt er sich wunderbar ausrollen und ausstechen.

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Dann kommen die Plätzchen bei 180°C für ca. 10 Minuten in den Backofen – bis sie goldgelb sind.

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Die Plätzchen schmecken auch ohne Zuckerguß wirklich sehr lecker – aber wer keine Angst vor Zucker hat, kann die Kekse mit Zitronenzuckerguß noch köstlicher machen!

Die Zuckergußzutaten verquirlen, bis kein einziges Klümpchen mehr zu sehen ist, dann die Plätzchen bestreichen und – wenn Ihr das mögt – mit bunten Steuseln verzieren.

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Wir wünschen Euch eine revoluzzzionäre Weihnachtsbäckerei :-)
Welches sind denn Eure Lieblings-Weihnachtsgebäck-Rezepte?

Der erste Schnee

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Der erste Schnee

Ans Fenster kommt und seht,
Was heute vor sich geht:
Es kommt vom grauen Himmel
In dämmerndem Gewimmel
Der erste Schnee herab.

Die Flocken, auf und ab
Wie Schmetterlinge fliegen sie,
Wie weiße Blätter wiegen sie
In leichten Lüften sich …

Hurra! Wie freu ich mich!
Nun laßt uns gleich mal sehen,
Wo unsere Schlitten stehen,
Der große und der kleine,
Der meine und der deine!
Mariechen, zieh den Mantel an!
Da draußen gibt es Schlittenbahn.

Heinrich Seidel

Julhus – das revoluzZzionäre Weihnachtshaus!

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Lasst Eurer Fantasie freien Lauf – es macht wirklich Spaß, die Fenster des Julhus‘ mit weihnachtlichen Dekorationen zu füllen und sich auszudenken, welches Zimmer wohl hinter diesem Fenster ist: Ein gemütliches Wohnzimmer mit knisterndem, flackerndem Kamin und vielen Büchern (etwas verstaubt, aber gern und oft gelesen), ein chaotisches Kinderzimmer, voller geliebter Spielsachen und der fröhlichen Bewohnerin, die den Teddys und Puppen gerade eine Schulstunde im Unterrichtsfach “Bilderbuchlesen” gibt (und die Dinos vom kleinen Bruder hören heimlich und sehr gespannt zu) oder eine Küche mit großem Eßtisch, an dem sich jeder gerne niederlässt und jeder Gast – und auch jeder Fremde – mindestens einen heissen Tee und ein Stück Früchtebrot bekommt – und ein offenes Ohr, das ihm zuhört…
Und nach und nach kommt dann vielleicht eine kleine Julhus-Stadt zusammen, mit vielen kleinen Geschichten und Erinnerungen und Begegebenheiten, die uns wichtig sind und denen wir ein kleines Denkmal setzen wollen – und wenn es nur in dem Fenster eines Stoffhauses ist…
Die Zeit, die wir mit Handarbeiten verbringen, ist Qualitätszeit für uns mit unseren Gedanken – und die leben in unseren Handarbeiten fort.

Die Anleitung zum Julhus bekommt Ihr im RevoluzZza-Shop, bei Dawanda und Etsy.