Ein Weihnachtswichtelwunsch

weihnachtsfenster05
Mein ganzes Wichtelleben,
stehe ich irgendwie daneben.
Neben meinen Brüdern groß und klein,
immer zusammen, nie allein.
Jeden Tag sind sie wieder dort,
Immer bei mir und niemals fort.
Ich wollt‘ ich wäre einmal im Leben,
ganz und gar allein, so ist das eben.
Und denke jeden Abend leise und still
morgen schubs‘ ich sie um, weil ich das will!

Monströs köstliche Kürbis-Apfel-Ingwer-Curry-Suppe

monsterkueche02

Es brodelt in der Monster-Küche: Vorräte für die große Monsterwinterruhe müssen vorbereitet werden!
Ab Mitte Dezember bis Anfang Februar setzen die Långarmar-Monster keinen Schritt vor die Tür – viel zu kälteempfindlich sind die langen Arme und die Monsternäschen.
Es gibt da eine furchtbar gruselige Geschichte, dass ein Urururururgroßvatermonster mal mitten im Winter nach draußen ging, um sich die Sterne am Winterhimmel anzuschauen und dann… aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls bleiben die Långarmars in den Wintermonaten im warmen Häuschen und der angrenzenden Höhle – und machen es sich unfaßbar gemütlich! Manche Monsterkinder verbringen den halben Winter in der warmen Badewanne (Monster sind nicht wasserempfindlich und kein bißchen schrumpelgefährdet), während die Eltern das Feuer im Wasserboiler immer wieder anheizen. Es werden Monsterfeste gefeiert bei Kerzenschein und ganze Bibliotheken durchgelesen.
Neben einem sehr großen Vorrat an Brennholz (in der Höhle) und massenhaft Kerzen – ist es natürlich unfaßbar wichtig, dass die Vorratskammer mit riesigen Mengen leckerster Dinge gefüllt ist!
Und Kürbis-Apfel-Ingwer-Suppe ist da ideal, sie macht Leib und Seele warm und kann in Vorratsgläsern verschlossen monatelang frisch bleiben – Snukuu Långarmar kocht schon seit zwei Tagen! Allerdings schmeckt die Suppe so köstlich, dass die Monsterfamilie jeden Tag schon den gesamten gekochten Winter-Vorrat auffutterte…

Hier das Rezept für die monströs köstliche Kürbis-Apfel-Ingwer-Curry-Suppe (reicht für 4 hungrige Monstermägen):

Zutaten:
– 1 mittelgroße Zwiebel
– eine Knoblauchzehe
– 1 großer oder 2 kleinere Äpfel
– 800 g Hokkaido-Kürbis (die Menge bezieht sich auf die bereits zubereitete, entkernte, entstengelte, zerschnippelte Menge)
– eine walnußgroße Menge frischen Ingwer
– 1/2 Liter Gemüsebrühe
– 400 ml Kokosmilch
– indisches Currypulver, mittelscharf
– Pfeffer
– Salz
– Ölivenöl

– dazu Baguette, Fladenbrot, ein paar Scheiben Vollkornbrot o.ä.

 

monsterkueche03

Vorbereitungen:
Zwiebel und Knoblauch kleinschneiden.
Kürbisse halbieren, die Kerne mit einem Löffel ausschälen, dann die Kürbishälften und den Apfel würfeln.
Gemüsebrühe zubereiten.

Los geht’s:
Die Zwiebel und den Knoblauch in Olivenöl leicht glasig anbraten (auf KEINEN Fall dürfen Zwiebeln oder Knoblauch braun werden), die Kürbis- und Apfelstückchen hinzugeben, ebenfalls kurz mit anbraten und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Das Ganze kurz aufkochen lassen und bei kleiner Flamme ca. 20 Minuten köcheln lassen.
Nun ist der Kürbis schön weich und die Suppe kann mit einem Pürierstab püriert werden – wer keinen hat, kann auch einen Kartoffelstampfer verwenden, dann wird die Suppe zwar nicht so fein, sondern etwas stückiger – aber das ist auch sehr lecker.
Die Kokosmilch hinzugeben – und jetzt kommt das Beste: Die Suppe wird abgeschmeckt (dabei köchelt sie leise weiter)!
Gebt etwas Salz hinzu (nicht zuviel, wenn Ihr einen Brühwürfel verwendet habt, ist da ja meistens schon Salz drin) und fangt dann an, mit Curry abzuschmecken. Curry ist ein „Löffelgewürz“ – also mindestens einen Teelöffel des wunderbaren Gewürzes sollte man mindestens an jedes Gericht geben. Nun den geschälten Ingwer mit einer Reibe über der Suppe kleinreiben und einrühren, abschmecken und je nach Gusto noch mehr Curry, Ingwer und/oder Salz hinzufügen. Pfeffer nur wenig und zum Schluß (oder auch ganz weglassen), denn durch das Currypulver hat die Suppe schon eine sehr angenehme Schärfe.

Fertig!

Mit frischem Brot servieren (super lecker sind darauf noch ein paar geröstete Kürbiskerne und ein Schuß Kürbiskernöl) – und die Wärme genießen.

(die Kürbiskerne aus den Kürbissen bloß nicht wegschmeissen! Die sind super lecker und sehr gesund: Einfach abwaschen, über Nacht in Salzwasser legen, wieder abwaschen und kurz in kochendes Wasser werfen, 1 – 2 Minuten kochen, dann alles in ein Sieb kippen und die Kerne in kaltem Wasser abschrecken und kurz drin liegen lassen – danach sind alle Kürbisreste weg und man kann die Schale abrubbeln, indem man die Kerne in ein Küchenhandtuch legt und rubbelt. Dann die von der Schale befreiten Kerne auf ein Backblech legen, mit etwas Ölivenöl beträufeln oder besprühen und bei 200°C ca. 15 Minuten backen, leicht salzen, fertig! Köstlich für Kürbissuppen, Salate oder auch um Pesto zuzubereiten)


Das Tutorial zum Monster gibt’s hier und hier und hier!

Lasst die Drachen los!

besttimeoftheyear

Es ist die schönste Zeit des Jahres!
Die Sonne ist noch kräftig genug, unsere Gesichter zu wärmen, wenn wir uns ihr zuwenden.
Der Wind weht uns voller Übermut und Schwung die Haare und Gedanken durcheinander.
Und die Natur zeigt uns ihr schönstes Kleid: Bunt und wild – und zerbrechlich und im nächsten Moment schon verschwunden.
Es riecht nach Pilzen und Blättern und nassen Wurzeln. Und nach Vergehen und Neuanfang.
Und jeder Herbst birgt das Versprechen, dass alles, was vergeht und verschwindet – ganz gewiss und mit unerschütterlicher Sicherheit von Neuem entstehen wird.
Nicht das, was war – sondern etwas Neues, Aufregendes. Aber in der Wiederkehr auch Vertrautes.

Lasst die Drachen los!
Schließt die Augen und hört die Lieder der Zugvögel und das Rauschen des Windes.
Bindet die Schals fester, genießt den Sonnenschein, denn bald ist’s damit vorbei – der Winter ist fast da.

Stoff statt Plastik: Wende-Einkaufsbeutel – auch für Nähanfänger

Die EU will den Plastiktüten an den Kragen – aber viel zu langsam. Manche rufen nach den entsprechenden Gesetzen, andere wollen, dass Plastiktüten so sehr besteuert werden, dass sie unattraktiv für den Kauf werden…
Wir Crafter können ganz gesetzlos etwas gegen den Massenverbrauch an Plastiktüten tun – drum gibt’s hier einfache Anleitung zum Nähen einer fantastischen Einkaufstasche, damit ihr nie wieder Plaste-Tüten braucht.

Weil ich nicht in die Versuchung kommen möchte, beim Einkauf doch eine Plastiktüte an der Kasse nehmen zu müssen – habe ich mittlerweile jede Menge selbstgenähte Einkaufsbeutel griffbereit.
Und je bunter und farbenfroher – je lieber sind sie mir. Auch aus Stoffresten lassen sich ganz wunderschöne Beutel zusammen patchworken.

 

 

In diesem Tutorial zeige ich Euch, wie man ganz schnell einen wirklich dekorativen und sehr haltbaren Wende-Einkaufsbeutel / Tote Bag nähen kann, der aus zwei unterschiedlichen Stoffen gefertigt wird und nach Lust und Laune gewendet oder ans eigene Outfit angepasst werden kann.
Ihr benötigt dafür einen Meter Stoff jeweils für die Innen- und die Außenseite – wenn das Muster Euch dazu zwingt den Stoff entsprechend des Druckes so zu verwenden. Wenn Ihr den Stoff auch längst verwenden könnt, dann nur max. 40 cm, wenn der Stoff 1 m breit ist (wird nur ganz selten unterschritten, meistens sind die Stoffe mindestens 110-120cm breit).
Und je Taschengriff jeweils ein Stoffstück von der Größe 74 x 6 cm.

 

 

Die Stoffe zuschneiden und jedes Taschenteil zusammenklappen und an den Seitenteilen -> a) mit einem Geradstich vernähen und für die Haltbarkeit nocheinmal mit einem Zickzack-Stich versäubern.
Stoff für die Taschenhenkel einschlagen, überbügeln und mit einem Geradstich so zusammennähen, dass die Henkel ca. 3 cm breit sind.

 

 

Nun die Taschenteile so falten, dass die unteren Taschenecken spitz zulaufen. Diese Spitzen mit einem Abstand zur Spitze von 4 – 6 cm (4 cm Abstand ergeben dann einen Boden von 8 cm Breite, 6 cm Abstand entsprechend einen Boden von 12 cm Breite) mit einem Geradstich abnähen ->b) und die Spitze dann kappen.
Die nun entstandene Bodenecke aus Haltbarkeitsgründen mit einem Zickzack-Stich vernähen.

 

 

 

Das äußere Taschenteil wenden, das innere bleibt wie es ist, so dass nun – wenn die Taschenteile ineinandergeschoben werden – jeweils die linke auf die linke Stoffseite trifft und die schön bedruckten Stoffseiten nach Außen schauen (und natürlich auch die Nähte nach Innen zeigen).
Die oberen Taschenöffnungen ca. 2,5 cm nach Innen umbügeln und nun die beiden fertigen Taschenteile ineinanderschieben und die Taschenöffnungen mit Nadeln zusammensteckenstecken.

 

 

 

Die Henkel mit ca. 8 cm Abstand von der Außennaht in die Öffnung zwischen dem Taschenvorder- und Rückteil ca. 3 cm tief schieben und mit Nadeln fixieren.

 

 

Nun die Taschenteile mit einem Geradstich mit einem Abstand von ca. 3 mm zur Stoffkante zusammen- und die Henkel damit einnähen. Zur Stabilisierung eine zweite Naht ca. 2 cm von der Stoffkante setzen und die Gurte mit einer Kreuznaht -> a) speziell fixieren.

 

 

 

Nun ist die Tasche schon fertig, kann noch hübsch dekoriert werden – zum Beispiel mit einem Yoyo, wie ich es tat.
Bei weiteren Versionen kann man auch Verschlüsse oder Schlüsselhalter in die Naht zwischen das Vorder- und Rückteil einnähen.

 

 

Die wunderschönen Stoffe sind bei Volksfaden.de erhältlich und das Copyright dieser Nähanleitung hat RevoluzZza.com / Suse Bauer.

Die Produkte dieser Nähanleitung dürfen kommerziell genutzt werden – die Nähanleitung nicht.

 

Mumsaa Långarmar rät… (5)

mumsaa_raet06

Urlaub auf den Malediven, auf Rügen, in den Alpen, an der Côte d’Azur, in den irischen Highlands, Down Under oder auf dem Dach der Welt – das ist alles wunderbar und spannend und entspannend und anregend und umwerfend.
Nur ein Dummkopf würde das bestreiten.
Und trotzdem gibt es vorallem im Herbst zuweilen nichts besseres, als sich ein paar Tage Urlaub zu nehmen und die ganz monströs einfach im Bett zu verbringen!
Dabei rät Mumsaa auf elektrisches Licht zu verzichten, stattdessen Kerzen in Einmachgläsern zu verteilen. Und man sollte unbedingt eine Taschenlampe nebens Bett legen, falls einen die Lesewut überfällt.
Und die kommt auf jeden Fall!
Deshalb muss ein Bett-Urlaub gut vorbereitet werden, ein Gang in die Bücherei oder den Lieblings-Buchladen gehört unbedingt dazu! Nichts kann einen Bett-Urlaub so sehr verderben, als ein zu geringer Vorrat an guten Büchern.
Ebenso muss man sich um einen gute Musik-Auswahl kümmern – mindestens von Debussy über Radiohead bis „Joan as Police Woman“ sollte nichts fehlen.
Und Hörbücher! Vergesst auf keinen Fall gute Hörbücher auf Euren MP3-Player zu laden! Wenn es draußen stürmt und regnet und die nassen bunten Blätter an Eure Fenster klatschen, ist ein gruseliges-romantisches-gemütliches-aufregendes Hörbuch absolut wunderbar!
Und am besten ladet Ihr Euch eine Menge Freunde ein zum Bett-Urlaub, kuschelt Euch aneinander und lest Euch gegenseitig Eure Lieblingsbücher vor.
Natürlich müsst Ihr auch für gutes Essen sorgen. Am besten Ihr kocht für jeden Tag eine feine Suppe vor, die ihr dann nur schnell aufwärmen müsst. So lassen sich kratzige Krümel im Bett wenigstens einigermaßen verhindern (obwohl ein knuspriges Brot zur Suppe natürlich etwas Köstliches ist).
Und weil man es ja gar nicht soooo lange im Bett aushalten kann, egal wie warm und gemütlich und kuschelig es ist – rät Mumsaa allnächtlich eine Nachtwanderung zu unternehmen. Möglichst um Mitternacht oder noch etwas später. Es empfielt sich dafür ein paar Laternen zu basteln (und noch mehr Freunde zum Nachtwandern einzuladen).
Danach dann wieder ins Bett zu schlüpfen… ist wie der Himmel auf Erden!

Nach einer Woche Bett-Urlaub… strotzt Ihr wieder vor Tatendrang, habt mindestens eine Million neue Ideen im Kopf, die schon während des Urlaubs kaum zurückgehalten werden konnten und startet mit warmen Füßen in den Alltag!

Stoff statt Plastik

tote_bag_blog01

Crafting ist für mich viel mehr als kreativ die eigenen Ideen auszuprobieren und auszuleben.
Crafting ist für mich ein Lebensstil – ein Slow Consumption Lifestyle (vergleichbar mit Slow FoodSlow Fashion usw.).
Ich setze mich ganz bewusst mit meinen Handarbeiten auseinander, suche die Materialien mit viel Bedacht aus und nutze sie sinnvoll.
Ich denke kaum ein Crafter wird einen verschnittenen Stoff frohen Herzens wegwerfen, sondern ihn beiseite legen und für ein Projekt aufbewahren, für das man dann eben kleinere Stoffteile benötigt. Und schließlich sitzt man an jeder Handarbeit immer eine Weile – und dementsprechend mit Achtung wird das entstandene Teil dann auch einen schönen Platz erhalten und eher nicht unterm Bett oder im Keller landen.
Damit sind wir Crafter eine echte Gegenbewegung zur Konsum und Wegwerf-Gesellschaft – und das macht uns zu etwas wirklich Besonderem.

Die EU will den Plastiktüten an den Kragen – aber viel zu langsam. Manche rufen nach den entsprechenden Gesetzen, andere wollen, dass Plastiktüten so sehr besteuert werden, dass sie unattraktiv für den Kauf werden…
Allerdings wissen wir ja alle, dass es um unsere Erde schlecht steht und es nicht mehr 5 vor 12 ist – sondern eher halb 1.
Und die Politik und Gesetze sind da wie immer zu langsam.

Es gibt zwar viele Produkte, die von Haus aus in Plastik eingepackt sind (besonders ärgerlich ist es bei Bio-Produkten im Supermarkt, deshalb haben wir eine Bio-Kiste, die uns wöchentlich unseren Einkauf bringt – ohne Plastik-Verpackung) – aber auf die Plastiktüte zum Einpacken des Einkaufes können wir alle wirklich verzichten!
Ich habe in meiner Tasche immer so 2 – 3 Stoffbeutel. Das ist pure Gewohnheitssache und macht doch so viel aus! Einfach nach dem Auspacken die Beutel wieder in die Tasche gestopft – das wars.

Und ab und an nähe ich selber einen schönen Patchwork-Einkaufsbeutel aus verschnittenen Stoffen oder Stoffresten – hier gibt’s das kostenlose revoluzZzionäre Tutorial zum Wende-Einkaufsbeutel!