Osterkörbchen-Notfall

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Alles beisammen: Osterhefekranz gebacken (haben wir übrigens nach dem genialen Rezept der Kitchenfee), Holz-Ostereier bemalt, für die Ostersonntagsfrühlingssuppe schon alles geschnippelt und bereit im Kühlschrank und alle lieben Kleinigkeiten für die Kinder beisammen (das Geschenk für den Sohn kam heute noch kurz vor knapp an, nachdem es zunächst nirgends mehr auf Lager war: Das Avengers-Lexikon – ein MUSS für jeden Superhelden-Fan :-) )… aber die Osterkörbchen vom Vorjahr sehen bei näherer Betrachtung gar nicht mehr fit aus oder sind ganz und gar verschwunden?

Dann ran an den Filz und losgenäht – die allerschönsten Osterkörbchen sind natürlich selbstgemacht: RevoluzZzionäre Last-Minute-Osterkörbchen.
Und hier –> die ganz simple Variante.

Euch allen, liebe RevoluzZzionäre: Ein fröhliches und wunderbares Osterfest!

Bunte Wald-Monster

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Ich berichtete ja schon auf der revoluzZzionären Facebookseite von meinen Erlebnissen im Wald letztens, dem Gefühl, dass mich mitten am Tage – während der Sonnenschein warm durchs Waldblätterdach auf mich fiel – ein merkwürdiges Gefühl überkam.
Das Gefühl verfolgt zu werden.
Ständig flitzte etwas durchs Unterholz – und aus den Augenwinkeln sah ich etwas Buntes blitzen.
Schließlich versteckte ich mich und sah dann dieses wirklich sehr mysteriöse bunte Monsterchen.
Dummerweise kitzelte mich die Sonne an der Nase und ich musste niesen – und schon war’s blitzschnell verschwunden.

Ich habe oft nach dem lustigen runden Monsterchen geschaut in den letzten Tagen – und manchmal hatte ich auch den Eindruck, es würde etwas Gelbbuntes zwischen den Bäumen hervorhüpfen… aber immer wenn ich zu jenen Bäumen lief, war da nichts…

Gestern Nachmittag machte ich wieder einen langen Spaziergang mit dem revoluzZzionären Lotta-Hund durch den Wald, als ich hinter mir glucksende Geräusche hörte: Und da stand es, das kleine runde, quietschbunte Monsterchen! Und lachte mich breit an. Scheinbar hatte es auch gar keine Angst mehr vor mir, ich ging in die Knie und schaute es mir endlich ganz genau an. Und während wir so Aug in Aug voreinander standen und hockten und keiner von uns auch nur blinzelte… fing das kleine Ding – glaubt es mir oder nicht – tatsächlich an zu sprechen!
Mifindala sei  ihr Name. Und sie wohne nun seit einem Jahr hier in diesem Wald. Eigentlich komme sie aus einem anderen Wald, aber den hätten die Menschen kurzerhand entfernt und stattdessen viele Steinklötze dorthin gestellt – und weil es dann keine Wurzelhöhlen und Bäume mehr zum Verstecken und Wohnen gab, mussten die bunten Gesellen sich aufmachen und eine neue Heimat finden.
In alle Richtungen seien sie gegangen.
Sie und ihre Nachbarin Nafilli hätte es in diesen kleinen Wald verschlagen – und bei diesen Worten zeigte sie hinter mich und als ich mich umdrehte, sah ein weiteres, sehr verschüchtertes Monsterchen auf einem umgefallenen Baum sitzen.

nafilli
So richtig wohl fühlten sie sich hier nicht: Viel zu viele Menschen gäbe es hier.
Den ganzen Tag müsse man sich verstecken und kaum würde man es schaffen, sich Beeren, Tannenzapfen und saftige Farnblättchen zu sammeln und sich etwas Entengrütze zu angeln (mir war schon aufgefallen, dass sie immer mal wieder blitzschnell etwas Entengrütze aus dem Fell vom Lotta-Hund geschnappt hatte, die gerade erst in den Waldsee gehüpft war, dann aber geschickt der freudig schleckenden Hundezunge ausweichen konnte).

Und da käme ich nun ins Spiel. Sie bräuchten nämlich schnellstens ein neues Zuhause! Und sie hätten mich ausgewählt, ihnen dabei zu helfen.
Da war ich nun etwas ratlos, denn bei uns Zuhause gibt es ja wahrlich schon genug Monsterchen aller Art, Katzen, einen Hund, 2 laute Kinder, eine Hummelarmee undundund.
Aber gut – ich erkärte mich bereit, mich abends zur Dämmerstunde mit ihnen zu treffen, um sie heimlich aus dem Wald zu holen, ohne dass Spaziergänger auf sie aufmerksam würden.
Und nun schlafen die beiden tief und fest in einem Puppenbettchen der revoluzZzionären Tochter. Neben ihnen stehen Himbeeren aus unserer Bio-Kiste und ein altes Marmeladenglas voller Entengrütze. Und ehrlich gesagt schnarchen die beiden ziemlich laut – sind aber sonst wirklich entzückend.

Nun suche ich also ein neues Zuhause für die Beiden.

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Wie sollte dieses Zuhause sein?
Ein paar liebe Kinder wären fürs erste schon mal perfekt. Und Kinderbetten, unter denen man sich verstecken kann (bitte mit ein paar Staubmäusen, die sie so gerne naschen), Zimmerpflanzen oder Gartenpflanzen brauchen sie auch ganz unbedingt. Und lange Spaziergänge. Und Gute-Nacht-Geschichten. Und täglich ein paar Kuscheleinheiten (denn im Wald bei uns war es sehr einsam – die fehlenden Kuschler dort müssen jetzt ausgeglichen werden).
Wer ist bereit?
Heute Nachmittag gibt es die Beiden im RevoluzZza-Shop für eine Schutzgebühr.

 

Es ist an der Zeit…

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… die Nähmaschine und das Verlängerungskabel zu schnappen und auf Balkone, Terrassen, in Gemeinschaftsgärten und an offene Fenster zu ziehen – und für den Frühling zu nähen.
Bei uns gibt’s überall blühende Osterzweige im Haus, die jeden Tag ein bisschen mehr hübsche Deko bekommen – wie zum Beispiel diese zuckersüßen, ratzfatz zu nähenden Wölkchen.

Und manche Crafterinnen haben sich die Vorlage auch großkopiert und schöne Kissen danach genäht :-)

RevoluzZzionäres Sonntagsbrot (vegan)

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Heute morgen fiel mir spontan auf, dass ich aufs frische Vollkornbrot aus unserem Bio-Korb von gestern keinen Appetit hatte, sondern mir eher der Sinn nach frischem, warmem, leicht süßem Sonntagsbrot stand.
Zum Glück geht das ganz fix, insgesamt etwas mehr als eine Stunde und schon kann man die sonntäglich verschlafene Familie damit überraschen (das Rezept ist auch ideal, wenn das Brot während der Woche plötzlich ausgeht und alle Läden schon geschlossen haben).

Zutaten für das Grundrezept:
700 g Mehl
1 Packung Trockenhefe
ca.  300 ml Wasser (je nach Mehlart benötigt man etwas mehr)
1/2 TL Zucker
eine Prise Salz

Sonntagsbrot-Special:
Mehl: Beim Mehl kann man wirklich ganz wild mischen. Es gibt so viele unterschiedliche Mehle mit so vielen unterschiedlichen wertvollen Inhaltsstoffen, dass ich nur empfehlen kann, so viele wie möglich auszuprobieren und selbst zu entscheiden, was einem schmeckt. Die Kitchenfee mahlt ihre Mehle sogar selbst – so wunderbare Mehle wie Mandelmehl, Nussmehl usw. Ich habe allerdings selbst noch keine Getreidemühle, das wird aber definitiv eine meiner nächsten Anschaffungen sein. Heute nahm ich eine ganze Menge Maismehl (ca. 300 g)  – das hat einen feinen, süßen Geschmack und schmeckt besonders Kindern gut, ist zudem glutenfrei, enthält u.a. Eiweiß, Magnesium und Kalium  (ich habe immer wieder die Information gefunden, dass Maislmehl sich nicht zum Brotbacken eignet aufgrund des geringen Proteingehaltes – meine Erfahrung sagt allerdings etwas komplett anderes. Ich habe bisher zuweilen Brot sogar zur Hälfte aus Maismehl gebacken, das mitnichten bröckelig oder hart wurde, sondern weich und lecker innen und knusprig außen wurde, so wie es sich gehört. Das Mehl muss allerdings mit anderen Mehlen gemischt werden), dazu Kichererbsenmehl – schmeckt mild, ist glutenfrei und enthält eine große Menge wertvolle Inhaltsstoffe: Proteine, die Vitamine A, B1, B2, B6, C, E, Magnesium, Eisen und Zink – und helles Dinkelmehl (spricht nicht auf chemische Düngemittel an und ist deshalb viel schadstoffärmer als Weizenmehl – auch im Bio-Segment).
Mehle, die ich sonst noch gerne verwende: Hanfmehl, Amaranthmehl, Buchweizenmehl, Reismehl, Hafermehl, Kastanienmehl. Roggenmehl verweigern meine Kinder leider.
Und nach Lust und Laune gebe ich auch einfach Haferflocken zum Teig, Haferkleie (aber nicht zu viel, sonst wird das Brot ganz schnell fürchterlich bröckelig), verschiedene Kerne wie Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne usw., geraspelte Karotten und für süßes Brot auch gerne eine kleingedrückte Banane.
Zucker: Ich verwende Vollrohrzucker und Rohrohrzucker (wobei der Vollrohrzucker nach Gesundheitsaspekten eindeutig vorzuziehen ist, weil er noch alle Mineralstoffe des Zuckerrohrsaftes enthält). Wer nicht vegan isst, kann auch sehr gut Honig verwenden. Und wer ganz auf Industriezucker verzichten möchte, kann stattdessen eine Banane zum Brotteig geben.
Für das Sonntagsbrot habe ich reichlich Zucker verwendet: 3 TL Vollrohrzucker

Das Ganze in eine Schüssel geben, verkneten, eine halbe Stunde gehen lassen und dann im den vorgeheizten Ofen bei 180°C für 30 – 40 min. backen . Die Oberfläche immer mal wieder mit etwas Wasser bepinseln, damit sie nicht zu sehr aufreißt und am besten noch eine ofenfeste Schale mit Wasser in den Ofen stellen.

Wir essen unser Brot noch warm mit veganer Butter und der eingemachten Brombeermarmelade vom letzten Sommer.
Absolut köstlich und ratzfatz gemacht.

Eiweiß, Kalium, Magnesium

Der beste Kindergeburtstag der Welt: Im Puppentheatermuseum Berlin

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Das kleine Fräulein RevoluzZza wurde kürzlich stolze acht Jahre alt – und für diesen Geburtstag hatten wir etwas ganz besonderes geplant: Eine grandiose Geburtstagsfeier im Puppentheater-Museum Berlin!
Bei unseren vorherigen Recherchen hatten wir eine ganze Menge spannende Feiermöglichkeiten gefunden, die interessant waren und sind – aber das Puppentheater-Museum Berlin gewann für uns haushoch. Irgendwie auch verständlich :-)
Und tatsächlich wurden unsere Erwartungen sogar weit übertroffen.
Das Puppentheater-Museum Berlin liegt im Berliner Wandel- und Szene-Bezirk Neukölln. Ich habe in meinen wilden Kunststudentenzeiten genau in dieser Gegend eine ganz billige kleine Altbauwohnung in einer wirklich sehr verrückten Hausgemeinschaft gehabt – und liebte damals schon das alte Passagekino, die Neuköllner Oper und das Cafe Rix. Das Neuköllner Stadtbad ist übrigens auch unbedingt einen Besuch und Sprung ins (leider ziemlich kalte) Wasser wert, wenn Ihr mal in dieser Gegend seid.
Und genau in dieser Nachbarschaft befindet sich seit 1995 das Puppentheater-Museum  Berlin mit seinen vielen historischen aber auch neuen sehr speziellen Puppentheaterpuppen.
Wer das Museum betritt, ist sofort gefangen von den vielen Puppen, die einen anstarren: Manche gruselig, manche frech, manche verträumt – jede grandios.
Und wer sich ganz darauf einlässt, findet in jeder einzelnen Puppe eine faszinierende Geschichte.
Wirklich toll war, dass wir den Geburtstag ganz individuell planen konnten und dass alle besonderen Wünsche berücksichtigt wurden. So hatte die Feier eine sehr große Bandbreite: Das Museum wurde natürlich erkundet bei einem Rundgang und auch eine Menge über die Geschichte des Puppentheaters gelernt.

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Dazu gab es ganz unterschiedliche und wirklich viele Theatervorstellungen, die das Geburstagskind und alle Gäste mit einbezogen.

Die Vorstellung startete mit Pinocchio als Marionetten-Theater – die Kinder lernten hierbei ganz viel über den Aufbau einer Marionette.
Pinocchio gratulierte dem Geburtstagskind:

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Auch auf meinen Schoß kletterte Pinocchio und man glaubt gar nicht, wie lebendig so ein nacktes Holzpüppchen in den Händen eines erfahrenen und begabten Puppenspielers wird!

Ganz besonders umwerfend waren die Puppen eines zeitgenössischen osteuropäischen Puppenmachers, mit denen die Puppenspielerin (die Frau des Museumsdirektors, die uns alle wirklich in ihren Bann zog mit ihrem puppenspielerischen Talent) uns das Märchen vom Glückskind und dem Teufel mit den 3 goldenen Haaren vorspielte:

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Und dann gab es noch ein über hundert  Jahre altes Familientheater mit flexiblen Papp-Hintergründen und Stabfiguren, das früher von reichen Familien als Unterhaltung genutzt wurde – statt sich gemeinsam vor die Glotze zu setzen und berieseln zu lassen hat man sich gegenseitig Geschichten vorgespielt. Auch die Erwachsenen unter sich.

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Es war sehr schön anzuschauen, wie die Kinder sich in die Puppentheaterwelt mitreißen ließen.

Zum Schluß gab es noch eine Vorstellung mit einer ganz speziellen Figur aus Silikon: Dem ziemlich gruseligen Hausmeister des Puppentheatermuseums Manni, der auch noch das letzte Kind aus der Reserve lockte :-)

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Schließlich wurde dann gebastelt – und zwar mit dem Museumsdirektor höchstpersönlich, umgeben von den großartigsten Puppen: Jedes Kind lernte es eine Löffelpuppe zu basteln und nahm eine eigene Löffelpuppe mit nach Hause. Die revoluzZzionären Kinder halten ihre Löffelpuppen sehr in Ehren :-)

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Mich hat das gesamte Geburtstagsfeier-Konzept absolut überzeugt: Es gab eine Menge Spaß, es wurde viel gelacht, es wurde aber auch eine ganze Menge gelernt, zwischendurch können sich die Kinder bei Bewegungsspielen etwas auspowern, so dass eine wirklich großartige Athmosphäre aus gespanntem Zuhören und -sehen, Selbermachen, Lernen und Entspannung entsteht.
Und wer auch Geburtstagskuchen im Museum essen möchte, bekommt einen sehr schön eingedeckten Tisch vorbereitet – Kuchen, Tee und Säfte muß man natürlich selber mitbringen.

Absolute Empfehlung: Wenn Ihr in Berlin lebt und Eurem Kind und seinen Freunden einen besonderen Geburtstag gönnen wollt – das Puppentheater-Museum schlägt alles! Ich würde schätzen, dass Kinder von 6 – 12 Jahren hier zu begeistern sind.

Aber auch wenn gerade kein Geburtstag zu feiern ist, ist das Puppentheater-Museum Berlin eine heiße Empfehlung: Es gibt während der Woche jeden Menge Aktionen für Kitas und Schulklassen und am Wochenende gibt es Theatervorstellungen, Taschenlampenführungen (das wollen wir auch noch unbedingt machen!) undundund.

 

Noch heute: Sale!

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Dawanda macht einen 12%-Frühlings-Sale – und RevoluzZza macht natürlich mit!
Damit alle frühlingsgefühlverrücktenkreativennähbegeisterten Crafting-Süchtigen ihre Frühlings-Energie ausleben können :-)

12% Rabatt gibt’s im revoluzzzionären Dawanda-Shop – und im RevoluzZza-Home-Shop noch ein bisschen mehr!
Let’s sew it!