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Weihnachten mit Freunden (Teil 2)

Und da putzte und schrubbte und räumte die kleine Bande – bis alles glänze und glitzerte und strahlte.

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Und Kalle kochte in der Zeit sogar noch eine köstliche Weihnachtssuppe.
Bessere Freunde kann so ein Bär wohl gar nicht haben!

Als Bjarki endlich am Weihnachtsmorgen erwachte und noch verschlafen in die Küche stolperte – kam er aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und konnte sein Glück kaum fassen: So eine wunderbar ordentliche und saubere Küchenstube hatte er noch nie. Und dann noch mit duftender Suppe auf dem Herd in seinem Lieblings-Teller. Und Weihnachtsdekoration. Aber… wer mag das wohl gewesen sein?

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Jedenfalls musste er sich dringend etwas ausdenken, um sich zu bedanken!

Und so packte Bjarki Geschenke über Geschenke ein: Schokolade, Bücher, Nüsse, Socken, Tannenzapfen, Kerzenständer, Geschirrtücher, Körperlotion, Klebestifte, Haarspangen…
Es ist einfach sehr schwer jemanden zu beschenken, den man gar nicht kennt!

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Plötzlich standen fünf Igel vor ihm, die er noch nie gesehen hatte. Und diese Igel wusste gar nicht, wo sie zuerst hinschauen sollten: Auf das unfassbare Chaos, das Bjarki im Handumdrehen angestellt hatte. Oder auf den riesigen Geschenkeberg.

Aber das starre Staunen hielt nicht lange – und lachend und voller herzlicher Freude fielen die Igel und der Bär sich in die Arme. Endlich lernten Bjarki seine Wohltäter kennen!
Mit gemeinsamen Kräften wurde das wilde Durcheinander beseitigt, die Geschenke geöffnet, gekichert über die Haarspangen, die an den Igelstacheln so gar nicht halten wollten, Socken anprobiert und Nüsse genascht.
Und vom vielen Aufräumen und Geschenke einpacken und außerdem vom Winter wurden die Freunde plötzlich sehr müde. Sie fanden, dass es jetzt wirklich allerhöchste Zeit für die alljährliche Winterruhe wurde, die sie unbedingt zusammen halten wollten. Sie schafften jede Menge Vorräte in die Stube: köstliche Rosinen, leckere, von Bjarki selbstgebackene Kekse, Nüsse, süße Kandiszuckerbrocken, Schokolade und heißen Tee. Und weil die Igel Bjarkis Unvernuft bei brennenden Kerzen zu schlafen ein Ende setzen wollten, holten sie aus ihrem Laubhaufen noch eine batteriebetriebene Lichterkette.

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Dann kuschelten sie sich alle zusammen auf Bjarkis Sofa unter die warme Decke. Und beschlossen nicht nur den Rest von Weihnachten zu verschlafen – sondern gleich den Rest des Jahres.
Denn solange man mit guten Freunden zusammen ist – kann man wirklich gar nichts auf der Welt verpassen.
Gute Nacht! Und Euch allen ein tolles Neues Jahr!
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Die Nähsets zur Geschichte gibt’s hier.

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Die besten Weihnachts- und Winterbücher: Das Geheimnis der Weihnachtswichtel

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Dieses Buch ist bei uns DER Weihnachtsklassiker – praktisch seit der Geburt der Kinder.
Ich bin kein großer Weihnachtsmann-Fan, das Christkind ist schon ganz ok – aber bei uns hat sich die Idee durchgesetzt, dass kleine Weihnachtswichtel die Geschenke bringen.
Und denen wird dann in der Nacht von Heiligabend zum 1. Weihnachtsfeiertag immer ein Schälchen mit etwas Leckerem vor die Tür gestellt: Pudding oder Haferflocken mit Honig und Milch oder etwas anderes Feines.
In einem Jahr stand meine Tochter mitten in der Nacht vor meinem Bett und weckte mich: „Mama! Wir haben die Weihnachtswichtel vergessen!“ – und so bekamen sie ihr Weihnachtsmahl erst  zu später Stunde.

Urspung unserer Weihnachtswichtel-Tradition ist das zauberhaft schön gezeichnete Buch des „Pettersson und Findus„-Erfinders Sven NordqvistDas Geheimnis der Weihnachtswichtel„.
Leider scheint es momentan vergriffen zu sein – immerhin bekommt ihr es noch als Hörbuch-Version. (Affiliate-Link)
Diese gemütliche Wichtelweihnachtsgeschichte handelt vom Heiligen Abend, der nicht nur für die Menschen etwas ganz Besonderes ist.
Sondern auch für die Wichtel.
Aber eben nur, wenn es den Menschen nicht wie uns geht – und sie den Wichtelbrei vergessen… damit Weihnachten aber doch noch gerettet wird, hat die Wichtel-Mutter eine Idee!

Absolute Lese-Empfehlung für Jung und Alt!
Und sogar Katzen mögen es (diese Katze heisst übrigens: Findus :-) )

P.S. Ihr könnt Euch eure Weihnachtswichtel auch selber nähen – schaut mal hier.

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Ein kleiner Weihnachtswald

Zutaten:
Stoff
Füllwatte (zum Beispiel aus einem alten Kissen)
Nähmaschine
Heißklebepistole
und ein Spaziergang zum Entspannen, Seele baumeln lassen und Äste sammeln – und zwar ein paar Zweige, ein paar dickere Äste, ein bisschen Moos und was ihr sonst noch dekorativ findet (wenn Eicheln und Kastanien noch nicht vergammelt sind, kann man die auch sehr hübsch zur Deko verwenden).

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Das Moos lasst ihr einen Nachmittag auf der Heizung trocknen.
Die dickeren Äste sollten einen Durchmesser von 4 – 7 cm haben – und die sägt ihr in Scheiben von ca. 2 cm Höhe.
Die Äste knipst ihr mit einer Gartenschere auf eine Länge von 10 – 15 cm.

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Dann bereitet ihr die Bäumchen vor: Ein fetter Klecks Kleber aus der Heißklebepistole kommt auf die Holzscheibe – und dann drückt ihr einen Ast darauf, bis der Kleber ausgekühlt und ganz fest ist (geht ratzfatzschnell).

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Noch ein bisschen Kleber ringsherum – und ihr klebt neben den Baumstamm Moos, Eicheln, kleine Tannenzapfen und was ihr wollt.

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Jetzt wird ein bisschen genäht.
Ladet euch das Schnittmuster runter und scheidet nach diesem Muster Bäumchen aus – dabei legt ihr fürs Zuschneiden die Vorder- und Rückseite des Stoffes aufeinander und schneidet zu.

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Dann die ausgescnittenen Seiten aufeinanderlegen, so dass die spätere Außenseite nach innen zeigt, mit Stecknadeln zusammenstecken und ringsherum mit einem Geradstich zusammennähen. Unten lasst ihr ein Loch, durch das der Baum gewendet und in das später der Baumstamm gesteckt wird. Das Loch sollte eine Breite von ca. 2 cm haben.

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Die Ecken ab- bzw. einschneiden, damit sich nichts krumpelt.

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Nun den Baum wenden und mit Füllwatte stopfen. Dafür kann man sehr gut ein Asia-Eßstäbchen verwenden.

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Und nun noch ein bisschen Deko – zum Beispiel schöne Knöpfe mit der Heißklebepistole aufkleben.

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Jetzt die Bäumchen auf die Stämme stecken – und fertig ist der Weihnachtswald

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4. Advent

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Wir wünschen Euch einen besinnlichen und schönen 4. Advent!
Bei uns hat in diesem Jahr Tomte Tummetott unseren Adventskranz bewacht und geschmückt – und jeden Sonntag erzählte er uns eine schöne Geschichte :-)

Und wer heute in Bastellaune ist – dem sei dieses revoluzZzionäre Weihnachtsstern-Tutorial empfohlen.

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RevoluzZzionäre vegane Weihnachtsplätzchen

 

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Weihnachten ist das Fest der Düfte.
Duft nach Tannen, Orangen, Maronen, Zimt, Lebkuchen, Vanille und Nelken – und der Duft von frisch gebackenen Keksen.

Es gibt ja sooo viel köstliches Weihnachtsgebäck, aber wir mögen am liebsten ganz einfache Plätzchen.
Und die machen die Kinder ganz alleine.
Denn das geht ganz einfach!

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Zutaten:
– 450 g Mehl
(wir nehmen Dinkelmehl, man kann auch Weizen- oder Vollkornmehl verwenden. Von Roggenvollkornmehl würde ich abraten, aber wer’s geschmacklich mag, kann auch das nehmen)

– 2 gestrichene  TL Backpulver

– Ei-Ersatz für 2 Eier
(wir verwenden Reismehl: pro Ei= 1 TL Reismehl mit so viel Wasser verrühren, bis eine sämige Konsistenz entsteht. Super auch der NoEgg Ei-Ersatz)

– 150 g Zucker
(wir nehmen Rohrohrzucker, der gibt den Plätzchen einen sehr leckeren Geschmack, ich finde, er schmeckt etwas wie Kandiszucker)

– 2 Päckchen Vanillezucker oder selbstgemachter Vanillezucker aus einer Vanillieschote und Rohrohrzucker
(selbstgemachter Vanillezucker sollte vor der Verwendung einige Tage ziehen, damit das Vanille-Aroma schön im Zucker aufgenommen wird. Am Besten in einem alten Marmeladenglas mit Deckel ansetzen.)

– 200 g vegane Butter
(absolut unschlagbar: Alsan)

Für den Zuckerguß:
– der Saft einer halben Zitrone
– 1/2 Packung Puderzucker
– ein EL Wasser
– optional vegane Zuckerstreusel

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Alles zusammen in eine Schüssel geben und verkneten.
Oder mit einer Küchen- oder Backmaschine verkneten lassen. Ich habe dergleichen momentan leider nicht und arbeite stattdessen nach Edward Espe Browns Maxime: Man muss dem Teig mit seinen eigenen Händen begegnen :-)
Wenn Ihr eine Weile geknetet habt und Ihr findet den Teig zu trocken – denn es fehlt ja ein bisschen die Elastizität, die durchs Hühnerei gegeben wird – könnt Ihr das einfach durch etwas mehr vegane Butter ausgleichen.

Wirklich wichtig: Der Teig braucht seine Ruhe!
Eine halbe Stunde lang abgedeckt ruhen lassen,  danach lässt er sich wunderbar ausrollen und ausstechen.

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Dann kommen die Plätzchen bei 180°C für ca. 10 Minuten in den Backofen – bis sie goldgelb sind.

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Die Plätzchen schmecken auch ohne Zuckerguß wirklich sehr lecker – aber wer keine Angst vor Zucker hat, kann die Kekse mit Zitronenzuckerguß noch köstlicher machen!

Die Zuckergußzutaten verquirlen, bis kein einziges Klümpchen mehr zu sehen ist, dann die Plätzchen bestreichen und – wenn Ihr das mögt – mit bunten Steuseln verzieren.

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Wir wünschen Euch eine revoluzzzionäre Weihnachtsbäckerei :-)
Welches sind denn Eure Lieblings-Weihnachtsgebäck-Rezepte?

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Santa Lucia

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Euch allen ein schönes Luciafest!
Erhellt den dunklen Wintertag mit Kerzen, backt Eurer Familie und Euren Freunden köstliches Weihnachtsgebäck, lasst Konsum und Geschenkepanik einen Tag ruhen und widmet Euch dem Miteinander.
Vielleicht mal wieder die Oma anrufen? Die alte Tante im Heim besuchen? Der alten Nachbarin den Weihnachtstern aufhängen?
Lasst es Euch und Euren Lieben gut gehen!

Das Luciafest ist vorallem in Schweden verbreitet und wird schon in der Frühe festlich begangen – in der Familie ist traditionell die älteste Tochter die Lucia, bei öffentlichen Luciafesten gibt es eine gewählte Lucia, die mit Kerzen im Haar eine Lucia-Prozession anführt. Ihr folgen Mädchen – ebenfalls im weißen Gewand – Sternenknaben, Pfefferkuchenmännchen und Wichte.
Es ist ein sehr andächtiges und feierliches Fest, es wird wunderschön gesungen – und auch gut gegessen.
Am Luciatag gibt es ein besonderes Gebäck – Lussekatter.

Wir haben das Luciafest im letzten Jahr in der schwedischen Botschaft in Berlin feiern dürfen – und es war unvergesslich schön.