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RevoluzZzionäre Pizzaschnecken

belegte Pizza

Jedes Jahr gibt es bei uns große Diskussionen bezüglich des Silvester-Menues.
Gar nicht so leicht, wenn es inkompatible Vorlieben, Unverträglichkeiten usw. gibt.

Da wir am Silvesterabend grundsätzlich nicht die ganze Zeit am selben Fleck sind, sondern zwischendurch Kinderfreunde für Silvesteraktivitäten besucht werden müssen und ich mich derweil mit Eltern durch größere Berge Pfannkuchen futtern muss, muss das Silvester-Essen in einzelne Bereiche geteilt werden, die keine langen Zubereitungszeiten zulassen.
Bei uns entschieden in diesem Jahr die Kinder: Pizzaschnecken zuerst (danach kamen die Pfannkuchen bei Freunden), dann fand ich eine sehr leckere Mitternachtssuppe für die Zeit, wenn wir wieder Zuhause sind und die Uhr Richtung Mitternacht tickt.
Zum Jahreswechsel haben wir so unsere eigenen Lieblingsrituale zusammen gesammelt: 12 Weintrauben essen wir, wenn es 0:00 Uhr und damit zum Neuen Jahr schlägt (und schicken dabei in Gedanken einen Wunsch gen Neujahrshimmel). Und Äpfel werden als Glücks-Orakel fürs Neue Jahr aufgeschnitten (aber meistens aufgrund akuter Bauchüberfüllung nicht mehr gegessen, unser obstliebender Lotta-Hund freut sich drüber).
Und danach haben wir unfassbarerweise tatsächlich noch den größten Wunsch der Kinder stattfinden lassen: Ein Nach-Mitternachts-Schokoladen-Fondue.
Danach schläft dann jeder garantiert wie ein Halbtoter ;-)

Am allerliebsten waren mir die Pizzaschnecken, sie sich ganz schnell und unkompliziert zubereiten lassen. Jeder kann dabei mitmachen und sich seine Pizzeschnecke nach Geschmack selbst belegen.
Ideal für jede Party, Kindergeburtstag und auch für gemütliche Filmabende.


Ihr benötigt an Zutaten:

Teig:

  • 450 g Mehl (wir verwendeten Dinkelmehl)
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1/2 TL Salz
  • ein Hauch Zucker (z.B. Bio-Kokosblütenzucker)
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 ml lauwarmes Wasser

Tomatenbasis:

  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Tomatensaft (oder passierte Tomaten)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Oregano und Pizzagewürze nach Belieben
  • ein Hauch Salz

Belag eben so, wie ihr ihn am liebsten mögt.


Zubereitung:

Alle Zutaten für den Teig gut vermengen und verkneten und an einem warmen Ort für 20 Minuten zugedeckt gehen lassen.

pizzaschnecke01

Dann den Teig dünn ausrollen und in Streifen schneiden, die ca. 4 cm breit und 16 – 18 cm lang sind.

ausgerollter Teig

Mit der vermengten Tomatenbasis bestreichen und eurem Lieblings-Belag belegen.
belegte Pizza

Wir haben diese Pizzaschnecken nochmal am letzten Sonntag vor dem Ferienende gemacht und hatten zwischen den Jahren kaum eingekauft – deshalb war die Vorratskammer und der Kühlschrank ziemlich leer.
Aber selbst einfach mit ein paar Oliven, Dosenpilzen und veganem Mozzarella schmecken sie wirklich köstlich.

Nun die belegten Streifen zusammendrehen und das Ende gut an die Rolle drücken – wenn es nicht klebten will, etwas befeuchten.

pizzaschnecke04

Die Schnecken auf ein Backblech stellen, nochmal 15 Minuten gehen lassen. Wenn sie dabei aufgingen, nochmal zusammendrücken und dann bei 220°C auf der mittleren Schiene für ca. 20 Minuten backen.

Pizza im Ofen

 

Und fertig sind die köstlichsten Pizzaschnecken – die man zudem noch kleckerfrei essen kann (also super für große Events mit Kindern :-) )

fertige Pizzaschnecken auf dem Teller
Guten Appetit!

 

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Herbstlicher Gemüsekuchen mit Steinpilzen und Kürbispüree (vegan)

Eigentlich hatte ich für heute ein Kürbis-Steinpilz-Risotto geplant.
Aber ganz plötzlich überkam mich ein extremer Hunger auf: Gemüsekuchen!
Wenn man nun vegan kocht, hat man ja immer ein bisschen das Problem, dass einem das Hühnerei als „Klebstoff“ fehlt. Und letztens hatte ich ein Kürbispüree-Grundrezept gelesen – und das fand ich perfekt als „Kleber“ für einen leckeren Gemüsekuchen! Und – wie sich herausstellte, hatte ich damit Recht :-)

Ich liebe zu Kürbis ja Curry – aber meine Kinder sind etwas Curry-müde, deshalb habe ich darauf verzichtet.Wenn Ihr allerdings Appetit auf Curry habt, könnt Ihr diesem Rezept mit Curry und einem Hauch Muskat (mögen meine Kinder nicht) eine ganz besondere Note geben.

Wenn man dieses Gericht mit dem richtigen Timing macht – alles ein bisschen gleichzeitig – ist es in einer Stunde fertig. Und es ist ein richtiges Kinder-Lieblingsessen (bestätigten meine Kinder mir jedenfalls).

Ihr beginnt mit dem Kürbispüree.

gemuesekuchen01

Kürbispüree-Zutaten:
– 2/3 eines Hokkaido-Kürbisses (keinen klitzekleinen wählen,  normalgroß bis größer bitte)
– 1 Knoblauch-Zehe
– Olivenöl
– Salz
– optional Rosmarin oder Curry und Muskat

Kürbispüree-Zubereitung:
Bitte verwendet einen Hokkaido-Kürbis aus dem Bio-Anbau oder Garten – dann müsst Ihr ihn nicht schälen.
Den Kürbis halbieren, mit einem Löffel die Kerne ausschaben und dann den Kürbis in dünne Scheiben schneiden.
2/3  dieser Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Ofenrost legen, mit Olivenöl beträufeln und ca. 40 Minuten bei 160°C – am besten bei Umluft – backen.

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Während die Kürbisscheiben backen, bereitet Ihr den Teig zu.
Ich finde es ja nicht so leicht, bestehende Teigrezepte vegan abzuwandeln. Öfters passierten mir dabei schon staubtrockene Ergebnisse, die ich eher zähneknirschend aß. Vegane Hefeteige finde ich ziemlich leicht zuzubereiten – aber ich mag meinen Gemüsekuchen einfach nicht mit Hefeteig, das ist mir zu Pizza-mäßig.
Dieser vegane Mürbeteig ist das Ergebnis einiger Versuche – mit dem ich nun sehr zufrieden bin. Meine Kinder fanden ihn auch super lecker! Und die sind wirklich meine erbarmungslosesten Kritiker :-)

Teig-Zutaten:
300 g Mehl – Mischung aus Dinkel- (ca. 200 g) – Mais (ca. 70 g)  und Reismehl (ca. 30 g – das Reismehl dient u.a. als Ei-Ersatz)
– 3 gestrichene EL Backpulver
– 4 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
– 100 ml Soja-Milch
– 2 EL Soja-Sahne
– 1 gestrichener TL Salz

Wer keine Soja-Produkte verwenden darf oder möchte, kann ebenso gut Hafermilch und Hafersahne verwenden.

Zubereitung:
Mischt alle trockenen Zutaten zusammen – und dann gebt das Öl, die Milch und die Sahne hinzu. Verknetet alles in einer Schüssel rasch zu einer Teigkugel, und lasst diese eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen.

Jetzt wird es Zeit für den Belag. Ich hatte morgens schöne Steinpilze aus dem Spreewald auf dem Markt gekauft (da ich ja bisher keine im Wald fand) und wollte die unbedingt zusammen mit dem Kürbis essen – das ist für mich eine perfekte Geschmacksmischung.

Belag-Zutaten:
– 3 große Steinpilze
– 1 Zwiebel
– die Scheiben des letzten 1/3 des Hokkaido-Kürbisses
– Rosmarin

Belag-Zubereitung:
Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden, die Zwiebel in Ringe schneiden (eventuell vorher halbieren, so dass Halbkreise entstehen) und die Rest-Kürbis-Scheiben noch einmal halbieren., so dass die Stücke sich später besser als Belag verwenden lassen.
Nehmt ein zweites Ofenrost, belegt es mit Backpapier und legt die Pilzscheiben, Ziebelringe und Kürbisstücke nebeneinander, beträufelt sie mit Olivenöl und schiebt sie zu den Kürbisscheiben. Dieses Rost darf maximal 10 Minuten im Backofen sein!

 

Eine halbe Stunde sollte nun um sein und der Teig hat genug geruht.
Ich habe eine normale Springform mit 26 cm Durchmesser verwendet – Ihr könnt aber auch eine Tarte-Form verwenden (würde ich sogar vorziehen, aber meine ist mir letztens zerbrochen).
Den Boden der Springform mit Backofenpapier bespannen und die Seiten mit veganer Butter einfetten
Den Teig 3/4 zu 1/4 teilen – den 3/4-Teil zu einer Kugel rollen und mit einem Nudelholz so ausrollern, dass er gut in die Springform passt. Das 1/4 zu Würsten rollen und am Rand der Form entlang legen und festdrücken.
Damit der Teigboden schön flach bleibt, solltet Ihr ihn mehrfach mit einer Gabel einstechen und eine Ladung getrocknete Hüsenfrüchte zum Beschweren auf den Teig streusseln (-> Blindbacken)
Die beiden Backroste nun aus dem Ofen nehmen, den Ofen auf 180°C anheizen und sobald diese Temperatur erreicht ist, ab mit der Springform in den Ofen, mittlere Höhe.
Ich habe meinen Teig 15 Minuten gebacken – er soll noch nicht braun geworden sein, denn er wird mit dem Belag noch etwas weiterbacken.

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Nun wird das Kürbispüree püriert.
Kürbispüree-Zubereitung Teil 2:
Die gebackenen Kürbisscheiben in einen Püriertopf geben und die Knoblauchzehe, eine Prise Salz und noch einen Schuß Olivenöl hinzugeben, damit das Mus schön geschmeidig wird.
Sehr lecker ist nun auch noch eine Prise Rosmarin – oder stattdessen gerne auch Curry mit einem Hauch Muskatnuss.
Alles gut durchpürieren.

Tipp:
Man kann dieses wirklich umwerfend leckere Kürbispüree auch gut als Brotaufstrich verwenden. Im Kühlschrank gelagert und mit Olivenöl bedeckt hält es sich 3 – 4 Tage (aufgrund massiver Leckerheit ist es aber garantiert schon vorher verputzt :-) ).

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Die Zusammenführung:
Nehmt die Spring- oder Tarteform aus dem Ofen und streicht das Kürbismus auf den Teig. In das Kürbispüree drückt Ihr nun den Belag: Die Pilzscheiben, die Zwiebelringe und die Kürbisstückchen.
Dann streut noch einen Hauch Rosmarin (wenn Ihr kein Curry verwendetet – ich jedenfalls mag die Mischung Curry und Rosmarin nicht) über alles und ab für weitere 20 Minuten in den Ofen – immernoch  bei 180°C.

Das Ergebnis ist eingach super köstlich: Leckerer, knuspriger Mürbeteig mit cremigem Kürbispüree und wunderbaren Pilzen, Kürbisstückchen und würzigen Zwiebelringen. Dazu passt ein knackiger Salat – oder wie bei uns: mit Zwiebeln gebratene Steinpilze und die gebackenen Kürbisstückchen, die nicht mehr auf den Kuchen passten.

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Meine sehr schlaue Tochter sagte mit vollem Bauch „Äpfel hätten aber auch dazu gepasst!“ – das werde ich das nächste Mal ausprobieren: Kürbispüree mit Apfelscheiben, Zwiebeln und Salbei belegt!

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RevoluzZzionäres Tomatensüppchen (vegan)

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Suppen gehen ja wirklich immer – egal ob es draußen eiskalt und tief verschneit ist oder die Sonne einem eine Million Sommersprossen ins Gesicht brennt.
Tomatensuppen habe ich auch schon jede Menge gekocht – aber das hier ist mit Abstand meine Lieblings-Tomatensuppe.

Und für die braucht man:
600 g reife Tomaten, geviertelt
1 rote Paprika, kleingeschnippelt
2-3 Knoblauchzehen, kleingeschnippelt (bitte nicht gepresst, das macht den Knoblauch bitter)
1 Zwiebel, kleingeschnippelt
1 Dose geschälte Tomaten im Stück (zum Beispiel von „Mutti“ – meine Lieblingsdosentomaten)
1 EL Tomatenmark (auch von „Mutti“ oder „Rapunzel“)
einen Teelöffel Zucker
Olivenöl
Balsamico-Essig
Oregano und Basilikum, getrocknet
Salz, Pfeffer
frischer Basilikum, kleingerissen, zum Drüberstreuen
nach Geschmack vegane Soja-Sahne

Und so geht das Süppchen:
Den Ofen auf 200°C vorheizen und in einen Bräter die Tomaten, Zwiebeln, den Knoblauch und die Paprika geben und mit etwas getrocknetem Basilikum, Oregano und dem Zucker bestreuen. Einen guten Schuß Olivenöl darüber geben und alles vermengen.

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Ab in den heißen Ofen und eine halbe Stunde brutzeln lassen! Dabei immer mal wieder etwas vermischen, damit es oben nicht zu dunkel wird.
Dann den Bräterinhalt in den Kochtopf geben und dazu die Dosentomaten und das Tomatenmark, alles schön fein durchpürieren (oder falls Ihr keinen Pürierstab habt, mit einem Kartoffelstampfer so klein wie möglich stampfen), einen halben Liter Wasser hinzugeben und nochmal 15 Minuten köcheln lassen. Während dieser Zeit gebit Ihr dann auch nich einen TL Balsamiko-Essig hinzu.
(In der Zeit packe ich auf  Basis des Sonntagsbrot-Rezeptes – aber mit nur einer Prise Zucker -zusammengemischte dünn geformte Baguette in den Ofen, die brauchen in dieser Form nur ca. 15 Minuten und werden dann später die Beilage sein)

Die Suppe schließlich mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Über die angerichtete Suppe kleinegerissene Basilikumblätter streuen- und fertig!
Dazu gibt es frisches, noch warmes Baguette!
Und wer mag, gibt noch etwas vegane Sahne ins Süppchen.
Guten Appetit!

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Heileheilesegen-Süppchen (vegan)

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Erkältung und Magen-Darm-Grippe gaben sich bei uns die Klinke in die Hand – und da braucht der Körper leckere Suppen zur Stärkung.
Wenn es mal rasend schnell gehen muss (was es ja immer muss, wenn Kinder krank sind), dann ist diese super simple Gemüsesuppe eine tolle und sehr leckere Sache.

Zutaten:
1 Zwiebel
4 kleine oder 2 große Möhren
400 g Kartoffeln
1 kleiner Brokkoli-Kopf
1 kleiner Apfel
1 l Gemüsebrühe
ein bisschen Ingwerwurzel
Pfeffer und Salz

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Idealerweise verwendet man eingefrorene selbst vorgekochte Gemüsebühe – wenn man die nicht vorrätig hat, dann gibt’s ja noch gute Bio-Gemüsebrühe zum Zusammenrühren. Bitte hefefrei.
Da es jetzt leckere neue Kartoffeln gibt, schäle ich sie nicht, sondern putze sie nur gründlich.

Ans Werk:
Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, kleine Möhren in Scheiben schneiden, große Möhren zuvor einmal halbieren und die Kartoffeln und den Apfel ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Den Brokkoli-Kopf in kleine Röschen schnippeln und brechen.

In einem großen Topf einen guten Schuß Olivenöl erhitzen und die Zwiebel und die Möhren gut anschwitzen. Dann mit einem Liter Gemüsebrühe ablöschen und die Kartoffelwürfel hinzugeben.
15 – 20 Minuten köcheln lassen. Schließlich die Apfelstückchen und Brokkoli-Röschen hinzugeben und maximal noch 3- 5 Minuten weiter köcheln lassen (wirklich nur ganz kurz, damit der Brokkoli nicht matschig wird – was ja leider allzu leicht passiert) und vom Herd nehmen. Salzen und Pfeffern und nach Geschmack etwas Ingwer über die Suppe reiben – fertig!
Dazu am besten etwas altbackenes Brot knusprig toasten und reichen.

Ihr werdet staunen, wie aus dem langweiligen Gemüsesüppchen etwas ganz Besonderes durch den Apfel und den Ingwer wird – und eine Vitaminbombe ist’s noch dazu!
Wir trinken dazu Lavendel-Pfefferminz-Tee.

Zum Nachtisch gab es für jeden einen Schneewittchen-Apfel und nach dem Essen wurden alle Pusteblumen abgepustet und heimliche Wünsche gewünscht :-)

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RevoluzZzionäres Sonntagsbrot (vegan)

brot

Heute morgen fiel mir spontan auf, dass ich aufs frische Vollkornbrot aus unserem Bio-Korb von gestern keinen Appetit hatte, sondern mir eher der Sinn nach frischem, warmem, leicht süßem Sonntagsbrot stand.
Zum Glück geht das ganz fix, insgesamt etwas mehr als eine Stunde und schon kann man die sonntäglich verschlafene Familie damit überraschen (das Rezept ist auch ideal, wenn das Brot während der Woche plötzlich ausgeht und alle Läden schon geschlossen haben).

Zutaten für das Grundrezept:
700 g Mehl
1 Packung Trockenhefe
ca.  300 ml Wasser (je nach Mehlart benötigt man etwas mehr)
1/2 TL Zucker
eine Prise Salz

Sonntagsbrot-Special:
Mehl: Beim Mehl kann man wirklich ganz wild mischen. Es gibt so viele unterschiedliche Mehle mit so vielen unterschiedlichen wertvollen Inhaltsstoffen, dass ich nur empfehlen kann, so viele wie möglich auszuprobieren und selbst zu entscheiden, was einem schmeckt. Die Kitchenfee mahlt ihre Mehle sogar selbst – so wunderbare Mehle wie Mandelmehl, Nussmehl usw. Ich habe allerdings selbst noch keine Getreidemühle, das wird aber definitiv eine meiner nächsten Anschaffungen sein. Heute nahm ich eine ganze Menge Maismehl (ca. 300 g)  – das hat einen feinen, süßen Geschmack und schmeckt besonders Kindern gut, ist zudem glutenfrei, enthält u.a. Eiweiß, Magnesium und Kalium  (ich habe immer wieder die Information gefunden, dass Maislmehl sich nicht zum Brotbacken eignet aufgrund des geringen Proteingehaltes – meine Erfahrung sagt allerdings etwas komplett anderes. Ich habe bisher zuweilen Brot sogar zur Hälfte aus Maismehl gebacken, das mitnichten bröckelig oder hart wurde, sondern weich und lecker innen und knusprig außen wurde, so wie es sich gehört. Das Mehl muss allerdings mit anderen Mehlen gemischt werden), dazu Kichererbsenmehl – schmeckt mild, ist glutenfrei und enthält eine große Menge wertvolle Inhaltsstoffe: Proteine, die Vitamine A, B1, B2, B6, C, E, Magnesium, Eisen und Zink – und helles Dinkelmehl (spricht nicht auf chemische Düngemittel an und ist deshalb viel schadstoffärmer als Weizenmehl – auch im Bio-Segment).
Mehle, die ich sonst noch gerne verwende: Hanfmehl, Amaranthmehl, Buchweizenmehl, Reismehl, Hafermehl, Kastanienmehl. Roggenmehl verweigern meine Kinder leider.
Und nach Lust und Laune gebe ich auch einfach Haferflocken zum Teig, Haferkleie (aber nicht zu viel, sonst wird das Brot ganz schnell fürchterlich bröckelig), verschiedene Kerne wie Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne usw., geraspelte Karotten und für süßes Brot auch gerne eine kleingedrückte Banane.
Zucker: Ich verwende Vollrohrzucker und Rohrohrzucker (wobei der Vollrohrzucker nach Gesundheitsaspekten eindeutig vorzuziehen ist, weil er noch alle Mineralstoffe des Zuckerrohrsaftes enthält). Wer nicht vegan isst, kann auch sehr gut Honig verwenden. Und wer ganz auf Industriezucker verzichten möchte, kann stattdessen eine Banane zum Brotteig geben.
Für das Sonntagsbrot habe ich reichlich Zucker verwendet: 3 TL Vollrohrzucker

Das Ganze in eine Schüssel geben, verkneten, eine halbe Stunde gehen lassen und dann im den vorgeheizten Ofen bei 180°C für 30 – 40 min. backen . Die Oberfläche immer mal wieder mit etwas Wasser bepinseln, damit sie nicht zu sehr aufreißt und am besten noch eine ofenfeste Schale mit Wasser in den Ofen stellen.

Wir essen unser Brot noch warm mit veganer Butter und der eingemachten Brombeermarmelade vom letzten Sommer.
Absolut köstlich und ratzfatz gemacht.

Eiweiß, Kalium, Magnesium

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Zackzack-Brötchen

Wenn der Bio-Kistenmann mit den frischen Samstags-Brötchen im Schnee stecken blieb und niemand Lust hat durch Kälte und Eis zur Bäckerei zu stapfen (und der Brotvorrat nur noch aus ein paar trockenen Krümeln besteht): Müssen schnell Zackzack-Brötchen her.
Die hier angegebenen Mengen reichen für 4 Brötchen – aber das sind keine schlappen Brötchen, die nicht satt machen… sondern nach einem Brötchen kann man sich wohlig gesättigt zurücklehnen und den Rest des Frühstückstees genießen :-)

Ganz einfach alle folgenden Zutaten (wie immer empfehle ich alles aus Bio-Anbau und -Verarbeitung zu verwenden) in dieser Reihenfolge in eine Schüssel geben:

1. 250 ml warmes Wasser
2. 1 Packung Trockenhefe
3. 1 Messerspitze Salz
4. 1 Teelöffel Zucker
5. 400 g Mehl

Ich habe heute helles Bio-Dinkelmehl verwendet.
Aber auch Dinkelvollkornmehl schmeckt super in dieser Mischung – und wer es glutenfrei mag: Letztens verwendete ich 400 mg Buchweizenmehl und ein anderes Mal hälftig Buchweizen und Maismehl: Beides wirklich köstlich!
Oder man kann die Wassermenge etwas reduzieren und eine Möhre an den Teig raspeln. Oder eine halbe gequetschte Banane hinzugeben (sehr, sehr köstlich!). Es gibt wirklich ganz vieles, was man ausprobieren kann – natürlich auch Kürbiskerne, Rosinen, Sesam usw. schmecken lecker in den Brötchen.

Alles kräftig durchkneten!

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Den Backofen auf 200°C vorheizen während der Teig 10 Minuten geht – oder so lange wie der wirbelnde Schnee in einer Schneekugel braucht, um sich zu einer stillen Schneelandschaft niederzulegen.
:-)

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Nach der Vorheizphase eine kleine für den Backofen geeignete Schale mit Wasser in den Backofen stellen (nach der Vorheizphase, weil das Vorheizen sonst länger dauert), wenn die Luft im Ofen zu trocken ist, reißen die Brötchen schnell auf.
Den Teig in 4 gleich große Stücke aufteilen und einfache runde Brötchen daraus formen, mit etwas Wasser bestreichen (wieder Anti-Aufreiß-Prophylaxe) – und ab für 15 Minuten in den heissen Backofen.
Und dann: Genießen!

Wie Ihr seht, gehen diese Brötchen wirklich zackzack ganz schnell, der Rest der Familie hat in der Zeit wahrscheinlich gerade mal geschafft die Morgenpantoffeln und Bademäntel anzuziehen – und den Frühstückstisch schön zu decken :-)
Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Wochenende!

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