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Die Geschichte von Alisa und Matilda

Die meisten großartigen Dinge beginnen mit einem winzigen, fabelhaften Gedanken.

Allerdings sind diese Art Gedanken höchst flüchtig, deshalb müssen sie schnellstens dingfest gemacht werden.
Wissenschaftler, Erfinder und Kreative kennen diese Eigenart der flüchtigen, famosen Ideen und haben deshalb immer eine größere Menge Notitzhefte und Skizzenbücher bei sich.

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Bei mir Zuhause gibt es in jedem Zimmer ein paar Blätter Schmierpapier, ein paar Zeichenhefte und Malblöcke in Griffnähe.
Irgendwann sammle ich dann meine überall herumfliegenden, vollgekritzelten Zettel ein, verstaue sie in einer meiner Archiv-Kisten und stelle die vollen Skizzenbücher zu den anderen ins Regal.
Natürlich nicht ohne vorher noch einen prüfenden Blick auf die Kritzeleien zu werfen. Ob sie es womöglich wert sind, weitergedacht, weitergezeichnet oder gar auf die eine oder andere Art und Weise umgesetzt zu werden.

Letztens fiel mir beim Einsammeln eines der Kritzelblätter aus der Hand und als ich es aufhob – ich schwöre Euch, genauso war es: Zwinkerte mir das kleine Strichmädchen zu.

Und mir war sofort klar:  Dieses Kritzelkind  kommt nicht in die Archiv-Kiste! Nein, das soll zum Puppenleben erwachen. Mal sehen – was das für eine wird…

 

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Vom ersten Filzaugen- blinzeln an, als der letzte Stich am gestickten Mündlein getan war und Alisa mich ein bisschen neugierig und ziemlich frech anlächelte – war mein Herz verloren.
Als dann das Puppen- bäuchlein rund und voller Füllwatte war, die Seitennaht verschlossen und das Puppenkind sich zum ersten Mal wackelig auf ihre – zugegebenermaßen etwas zu dünnen – Beinchen stellte, nahm sie ihre ganze Welt mit einem Wimpernschlag ein!

Alles wollte sie sofort kennenlernen,  anschauen, anfassen, verstehen, ausprobieren und kosten. In jedes Töpfchen langte sie sofort mit ihrer Puppenhand, stopfte Beeren und Früchte in sich, bis das Bäuchlein wehtat – rannte durch den Sonnenschein und hüpfte mit nackten Puppenbeinchen durch kalte Regenpfützen bis die Puppennase lief und lindernder Tee helfen musste.

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Jeden Morgen sagte Alisa nach dem Aufstehen: “Ich freue mich auf diesen Tag!” und erzählte jeden Abend,
wen oder was sie heute kennengelernt hatte.
Aber ich merkte auch, dass trotz all’ der neuen Freunde, die sie täglich traf – die Nachbars-Katze, die Schneckenfamilie, den Fuchs hinterm Zaun, der abends übers Feld lief und ihr zuwinkte – sie doch immer ein wenig einsam war.

Und ich hatte den ganzen Tag viel zu viel zu tun, um mich um ein übermütiges Puppenkind kümmern zu können.
So  wurde mir immer mehr bewusst: Alisa darf nicht weiter alleine bleiben. Sie brauchte ganz dringend einen Kameraden. Gedacht, getan, schon am nächsten Tag machte ich mich frühmorgens ans Werk. Alisa konnte es kaum erwarten und blinzelte immer wieder auf meinen  Zeichentisch.

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Als ich beim Zuschnitt war und all die flauschigen Fellüberreste um sie herum auf den Boden fielen, wurde sie immer ungeduldiger.

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Und als sie dann die weichen Einzelteile des fast fertigen Plüschfreundes in den Händen hielt, konnte sie es kaum noch erwarten!
Es wurde ein kleines, zauberzartes Häschen: Das “Löwenzähnchen”!

Fortan eroberten die Beiden zusammen die Welt.

Und abends, wenn sie  im Bettchen lagen, erzählte  Alisa dem Löwenzähnchen jede Menge Geschichten. Sie erzählte und erzählte – auch nachdem das kleine Häschen schon längst eingeschlafen war.
Ich stand manches Mal hinter der Tür und hörte ihr heimlich zu. Immer wieder sprach Alisa von einem Ort, an dem es noch  mehr Puppenkinder gäbe, die genauso seien wie sie.

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Und als Alisa eines Abends ihrem schlafenden Hasenfreund erzählte, dass sich ihre Puppengeschwister eines Tages aufmachen und nach ihr suchen würden, weil sie einfach zusammen gehören, wusste ich, was zu tun war.
An diesem Abend ging ich nicht ins Bett, sondern ich setzte mich in die Werkstatt und arbeitete die ganze Nacht durch.
Als endlich die ersten schwachen Morgensonnenstrahlen durch mein Fenster auf unzählige leere Kaffeetassen, fortgeworfene Zopf-Teile, abgetrennte Filzaugen und Stoffreste fielen, streckte ich mich müde – aber sehr
zufrieden.
Denn ich wusste: Meine kleine Alisa würde sich ab heute gewiss nicht mehr alleine fühlen!
Ich weckte das Puppenkind ausnahmsweise ganz früh und trug sie in die Werkstatt.
In dem Moment, als sie ihr Schwestern-Püppchen sah, jauchzte sie und rief “Aber da bist du ja, meine liebe Matilda! Was hatte ich dich vermisst…”.

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Und das kleine neue Puppenkind mit den fuchsroten
Zöpfchen fing an sich zu regen und Alisa die Arme entgegen
zu strecken.

Hier endet nun meine Geschichte mit Alisa, Matilda und
Löwenzähnchen – und Deine eigene Puppengeschichte beginnt, wenn du die beiden mit dem revoluzZzionären Tutorial selber nähen möchtest.

Ich bin gespannt, wohin sie Dich bringen wird und was Du mit Alisa und Matilda erleben wirst!

Ich hoffe, es wird eine schöne und spannende und wunderschöne und aufregende Geschichte – vom ersten Nadelstich an!

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Einfach losnähen!

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Am allermeisten freue ich mich über Nachrichten wie: „Das war übrigens mein aller erstes selbst genähtes Teil. Danke Suse. Das war Anfang 2012“.
Und wenn das dazugehörige Foto so süß ist wie das Ninni-Monsterchen hier – dann freue ich mich natürlich umso mehr!
Genau aus diesem Grund biete ich Free Tutorials an! Damit ihr einfach mal ausprobieren könnt, ob Nähen euch Spaß macht. Und wer dann merkt, dass es wirklich etwas ganz besonderes ist, so ein kleines Wesen zu nähen, das mit ein bisschen Fantasie zum Leben erwacht und entweder als Geschenk Freude bereitet oder zum Gefährten wird – den lässt der „Näh-Virus“ meistens nicht so schnell wieder los.

Inka vom Küstenschätzchen nähte vor zwei Jahren dieses Monsterchen – mittlerweile näht sie  wunderwunderschöne Puppen und noch vieles mehr!

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Habt ihr auch Fotos von revoluzZzionären Erstingswerken? Schickt die mir zu: suse ät revoluzzza.com

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Alisa und Matilda bekommen ein Sommer-Abenteuer-Spiel-Tee-Party-Outfit

Ein Puppenmädchen kann ja wahrlich nicht jeden Tag im Kleidchen rumlaufen!
Schließlich muss auch auf Bäume geklettert, über Bäche gehüpft und wild Rollschuh gefahren werden!
Also wünschten sich die Mädels eine Hose – aber bitte eine, die auch schön genug für eine Tee-Party wäre.

Ja, nun gut… also an die Nähmaschine gesetzt und losgenäht.
Ich liebe schon immer Pumphosen für Kinder (und für Erwachsene zum Fahrrad fahren) – also wird Alisas und Matildas erste Hose so ein luftiges, gemütliches Kleidungsstück.

Hier gibt’s das Schnittmuster und Ihr werdet sehen: Innerhalb von einer halben Stunde ist das Höschen fertig (wirklich maximale Nähdauer).
Nähzutaten:

    • Baumwollstoff
    • Gummiband

 

 

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1. Schneidet die Hosenteile aus – da Ihr zwei Vorder- und zwei Rückteile benötigt, faltet den Stoff zusammen, legt die Schablone auf und schneidet in einem Rutsch zwei gleich große Hosenteile aus…

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2. … die sich in der Form spiegeln.
Achtet darauf, dass die Hinterseite der Hose schmaler ist als die Vorderseite (ungewöhnlich – aber Alisa und Matilda haben eben nur einen kleinen Popo und dafür einen Schleckermäulchen-Bauch).
Nun legt Ihr die jeweils aufeinander passenden Hosenstücke rechts auf rechts (die schöne Stoffseite nach innen) und näht sie zunächst im Bauch-Bereich bzw. Po-Bereich (Pfeil) mit einem Geradstich zusammen.
– Ihr könnt die Hosenbeine auch im Stoffbruch zuschneiden (siehe Schnittmuster), dann erspart Ihr Euch Punkt 5. –

 

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3. Grundsätzlich alle Nähte auseinanderbügeln.

 

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4. Nun die Innenseite der Hosenbeine …

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5. …und dann die Außenseiten der Hose mit einem Geradstich zusammennähen.

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6. „Ich finde, das sind schöne Shorts!“, sagt Matilda und möchte sie gleich anprobieren.
Aber so geht das nicht! Es sind Pumphosen geplant – und es werden Pumphosen! (Aber wenn Ihr für Euer Puppenkind Shorts statt Pumphosen möchtet, möchte ich Euch da natürlich nicht reinreden :-) –  dann lasst ganz einfach die Gummizüge in den Beinumschlägen weg.)

 

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Jetzt das Bündchen 1.5 cm nach innen umschlagen und mit einem Geradstich ringsherum so nähen, dass ein Tunnel entsteht.
Allerdings lasst Ihr eine Öffnung von ca. 1 cm, in die Ihr die ca. 26 cm lange Gummilitze mit einer Sicherheitsnadel einzieht (die Länge des Gummibandes hängt auch davon ab, wie fest und dick das Bäuchlein gestopft wurde).

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Nachdem das Gummiband durch den Tunnel gezogen wurde, legt die Enden des Bandes ca. 1 cm übereinander und näht sie mit einem Zickzackstich gut zusammen.
Lasst das Gummiband dann ganz in dem Tunnel verschwinden und verschließt die 1 cm-Öffnung mit einem Geradstich.

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9. Najaaa.. Matilda hat schon Recht – das wären schöne Shorts… Aber ich beibe trotzdem bei PUMPHOSE!
Drum schnell die Hosenbeinchen jeweils 1.5 cm nach innen einschlagen, einen Tunnel nähen, 1 cm offen lassen, ca. 9 cm Gummilitze durchziehen und alles zusammennähen und verschließen wie beim Hosenbund.

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10. Et voilà – ich habe es ja versprochen:
Eine Pumphose!

 

Und die Anleitung fürs dazu passende Blüschen – kommt auch ganz bald!
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Eine kleine Puppengeschichte

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„… Und als Alisa eines Abends ihrem schlafenden Hasenfreund erzählte, dass sich ihre Puppengeschwister eines Tages aufmachen und nach ihr suchen würden, weil sie einfach zusammen gehören, wusste ich, was zu tun war.
An diesem Abend ging ich nicht ins Bett, sondern ich setzte mich in die Werkstatt und arbeitete die ganze Nacht durch.
Als endlich die ersten schwachen Morgensonnenstrahlen durch mein Fenster auf unzählige leere Kaffeetassen, fortgeworfene Zopf-Teile, abgetrennte Filzaugen und Stoffreste fielen, streckte ich mich müde – aber sehr zufrieden.
Denn ich wusste: Meine kleine Alisa würde sich ab heute gewiss nicht mehr alleine fühlen!
Ich weckte das Puppenkind ausnahmsweise ganz früh und trug sie in die Werkstatt.
In dem Moment, als sie ihr Schwestern-Püppchen sah, jauchzte sie und rief…“

Die gesamte Geschichte von Anfang bis Ende könnt Ihr in dem neuen revoluzZzionären Tutorial „Matilda & Alisa“ lesen!